Pressemitteilung: Inquisition statt Diskussion

Wie verlautet hat der AfD-Bundesvorstand am Montagvormittag angeblich einstimmig beschlossen, ein neues Parteiausschlussverfahren gegen mich einzuleiten. Ich bin von ihm selbst darüber nicht informiert worden, sondern habe aus den Medien davon erfahren. So viel zum Stil dieser Leute!

Begründet hat der Bundesvorstand seinen Beschluss mit dem Inhalt meines neu erschienenen Buches: „Ich, die AfD und der Antisemitismus“. Wie der Titel besagt, geht es darin um die meines Erachtens totalitäre Entwicklung der AfD, andererseits um das Thema „Antisemitismus und Zionismus“, das in Deutschland nicht diskutiert, sondern tabuisiert wird.

So auch die Linie des AfD-Bundesvorstands: anstatt eine große Diskussion über diese Themen zu eröffnen, versucht man eine solche durch ein hektisch eingeleitetes Parteiausschlussverfahren im Keim zu ersticken: Inquisition statt Diskussion!

In diesem Sinn hat der Bundesvorstand jetzt auf Initiative von Frau Weidel eine Sonderkommission eingerichtet, an die die Mitglieder alle Personen zu melden haben, die im Sinne des Verfassungsschutzes als verdächtig erscheinen. Diese Kommission entscheidet dann, ob gegen die betreffende Person ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet wird oder nicht. Solche parteiinternen Stasi-Systeme gibt es ansonsten nur bei kommunistischen Parteien.

Darüber hinaus arbeitet die Parteispitze direkt mit dem Verfassungsschutz zusammen: Wenn zum Beispiel Gauland ein Mitglied seiner Bundestagsfraktion als „russischen Einflussagenten“ verdächtigt, verschafft er sich Klarheit, indem er den Verfassungsschutz direkt auf diese Person ansetzt!

Zum Thema „Zionismus“: Mit Trump ist Israel ins Weiße Haus eingezogen und bestimmt dort die Außenpolitik: Als Nächstes ist ein Krieg gegen Syrien und dann gegen den Iran geplant. Die deutsche Politik zeigt sich (mit wenigen Ausnahmen) bereit, sich an diesem Krieg zu beteiligen, und die AfD schießt den Vogel ab: Im Bundestag erklärt Alexander Gauland am 26. April, die Deutschen müssten bereit sein, für Israel „zu kämpfen und zu sterben“!

Diese Politik wollen Gauland, Weidel und Co. in der AfD totalitär durchsetzen. Wer sich dagegen stellt, soll ausgeschlossen werden.

P.S.: Zu den weiteren Umständen und Auswirkungen des geplanten Parteiausschlussverfahrens gegen mich äußere ich mich auf einer Pressekonferenz morgen, Donnerstag, 18. Oktober um 14:00 Uhr im Pressekonferenzraum des Landtags (Bertha-Benz-Saal im Bürger- und Medienzentrum, Konrad Adenauer Straße 3). Alle interessierten Medienvertreter sind hierzu eingeladen.

Dr. Wolfgang Gedeon, MdL

Stuttgart, 17.10.2018

Ein Kommentar

  1. Was die Elite nur hat, man würde deren Europäische Zivilreligion doch niemals leugnen … ist doch deren Problem wenn sich 700 bis 800 Bonzen in einem 25 Quadratmeter großen Saal zur Gedenkveranstaltung versammeln müssen.
    Also sollte sich kein Bürger der „Holocaustleugnung“ beschimpfen lassen sondern unsere Vorturner aus Politik und Medien sollten in Vorleistung gehen.

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