Leserzuschrift zum Mitgliederrundbrief des AfD-BuVos

Liebe Parteifreunde,

zum Schreiben unseres BuVo, das bei vielen Parteifreunden einen sehr merkwürdigen Geschmack hinterlassen hat, muss ich hier meine Gedanken zusammen fassen.

Dieser Mitgliederrundbrief ist typisch für das Verhalten Wirbelloser, aber ein altes Sprichwort sagt schon, wer sich verhält wie ein Wurm wird auch getreten wie ein Wurm.
Das Leid von Hanau droht unsere Gesellschaft weiter zu spalten.“ Das ist die Aussage unseres BuVo! Leugnet irgend jemand in unserer Gesellschaft dieses Leid, so dass uns das spalten könnte?? Anstatt die Verursacher der Spaltung deutlich zu nennen, windet er sich in verbal-akrobatischen Verrenkungen, um nur ja nicht das Missfallen von — ja von wem denn? — zu erregen. Es wäre doch das Normalste überhaupt, bei diesen ungeheuerlichen Verleumdungen gegen uns, die wirklichen Spalter unserer Gesellschaft deutlich zu nennen, aber Fehlanzeige.

Aber dafür wird er im nächsten Absatz ganz deutlich, er betont es sogar ausdrücklich, „um es ganz deutlich zu sagen„. Wem gilt das, wem will unser BuVo da ins Gewissen reden? Die verbrauchten Parteien die wissen das ja schon, das ist ja deren Credo, die wussten das ja sogar schon vor der Tat. Wen spricht er also damit an? Diese Frage sollte man dem intellektuelleren Teil unseres BuVo mal stellen. Dass diese Taten verachtenswert sind ist völlig unbestreitbar, welches Motiv dahinter steckt sollten Fachleute klären, aber nicht unser BuVo.

Und dann schreibt er, „jetzt müssen alle demokratischen Kräften zusammen stehen„, ist das eine Aufforderung an die selbsternannten „Demokraten“, die verbrauchten Parteien, jetzt zusammen zu stehen, eine Neuauflage von Schröders „Aufstand der Anständigen“, zur Diffamierung der Opposition? Das tun sie doch die ganze Zeit schon, gegen uns. Oder hofft der BuVo, von Ihnen, auch durch diesen Rundbrief, geduldet und in ihren Kreis der „Demokraten“ aufgenommen zu werden??

— Heinrich! Mir graut’s vor dir. —

Wir sind eine Alternative zu diesem verkommenen Haufen und wir werden nur dann etwas erreichen können wenn wir uns von denen deutlich abgrenzen. Wer auf die Aufnahme in diese „saubere Gesellschaft“ hofft, der sollte seinen Hut nehmen und übertreten!
Man denkt, das war der Gipfel, aber es kommt noch schlimmer, er meint: Auch wenn’s schwer fällt, müssen wir uns fragen warum es gelingt, uns mit solchem Verbrechen in Verbindung zu bringen.

Da liest er uns aber ganz ordentlich die Leviten. Was haben wir Mitglieder also falsch gemacht, dass man uns so was anhängen kann, was haben wir noch nicht so richtig verstanden? Das beantwortet er uns aber zum Glück gleich im nächsten Satz, jetzt aufgepasst:

Wir stehen auf dem Boden des Grundgesetzes.
Wir bekennen uns zum Völkerrecht
wir erheben die Würde des Menschen zur Maxime unserer Politik.
So steht es im Parteiprogramm.

Mist, das Programm haben wir Mitglieder offensichtlich auch noch nie durchgelesen, gut dass uns das endlich einer schreibt. (Ironie)

„wir sprechen anderen Menschen oder Völkern das Existenzrecht nicht ab und behandeln sie nicht abschätzig. Derartige Sichtweisen lehnen wir im Gegenteil strikt ab. Sie gehören nicht zu den guten deutschen Traditionen, die wir bewahren wollen.  Wer sich rassistisch und verächtlich über Ausländer und fremde Kulturen äußert, handelt ehrlos und unanständig und damit gegen Deutschland und gegen die AfD. Wir verteidigen die Freiheit gegen alle Feinde der Demokratie. Gegen Rechtsextremisten ebenso wie gegen Linksextremisten.

Habt Ihr das alles gewusst? (Ironie)

Gibt es jemand in der AFD, der das nicht so sieht?
Also ich fühle mich damit von unserem BuVo öffentlich vorgeführt und des Rassismus zumindest verdächtigt.

Ein Rückruf des Rundbriefs (besser als Mitgliederrundschlag zu bezeichnen) mit Entschuldigung wäre dringend notwendig. Angesichts der momentan massiven Hetze von Kartellparteien und Medien gegen uns, frage ich mich bei der Lektüre dieses Mitgliederrundschlags ob er sich wie ein Dolchstoß anfühlt oder eher doch wie Meuterei? Wer oder was steuert diesen Menschen?

Zu diesem unterwürfigen Anbiedern passt auch der Wahlkampf in Hamburg, dort pflegt man ein ähnliches Verhalten und wurde auch prompt mit 5,3 % vom Wähler „belohnt“.  Man hat wohl hauptsächlich versucht die Gegenseite von der eigenen lauteren Gesinnung zu überzeugen anstatt die Fehler der Gegner offensiv ans Licht zu zerren. Das kennt man doch, dies scheint die Taktik generell im Westen zu sein und dann schmückt man sich mit den Ergebnissen des Ostens. Dazu schreibt der Politikwissenschaftler Benedikt Kaiser eine hochinteressante Analyse auf Sezession.de:

https://sezession.de/62218/notizen-zur-wahl-in-hamburg-wohin-afd

Die ist wirklich lesenswert.

Und hier noch der Link zum 10. Stuttgarter Rundbrief, der diesen Rundschlag des BuVo ebenfals thematisiert:

https://stuttgarter-briefe.de/alle-briefe/item/53-der-10-stuttgarter-brief

Mit patriotischen Grüßen
Roland Müller
Ortenau

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