Biographie

Der grüne Kommunismus und die Diktatur der Minderheiten von Dr. Wolfgang Gedeon
Der grüne Kommunismus und die Diktatur der Minderheiten

Diese Biographie von Dr. Wolfgang Gedeon enthält gekürzte Auszüge aus dem Lebenslauf im BuchDer grüne Kommunismus und die Diktatur der Minderheiten“ (erschienen im August 2012).

 
 
Philosophie

Geboren wurde ich 1947 in Cham / Bayern. Schon in meiner Jugend interessierte ich mich für Philosophie. Im Gymnasium waren Originalschriften von Cicero, Seneca und Platon mein tägliches Brot. Darüber hinaus studierte ich Werke von Thomas von Aquin bis Nietzsche und hielt in der Schule Vorträge über Sigmund Freud und Heidegger.

Ich überlegte mir, Philosophie zu meinem Beruf zu machen, entschied mich dann aber für das bodenständigere Medizinstudium, mit dem ich 1966 in Würzburg begann.

 
Medizin

Nach dem Physikum 1969 ging ich ans Klinikum rechts der Isar nach München, machte dort 1972 Staatsexamen und promovierte 1973 über ein gynäkologisches Thema. Kurze Zeit arbeitete ich chirurgisch in Regensburg, anschließend bis 1976 internistisch in zwei verschiedenen Krankenhäusern in Gelsenkirchen, wo ich mich dann als Allgemeinarzt niederließ. In der Medizin beschäftigte ich mich theoretisch mit Fragen der medizinischen Methodologie und Statistik und referierte darüber auf allgemeinmedizinischen Kongressen. Praktisch interessierten mich Naturheilverfahren und sog. alternative Methoden, die in der allgemeinmedizinischen Praxis eine therapeutische Lücke füllten. Ich habe darüber Artikel in Fachzeitschriften, auch einige Bücher geschrieben und war zehn Jahre Vorsitzender des Tagungsausschusses eines großen Ärztekongresses. Darüber hinaus hatte ich mit ärztlichen Themen einige Fernsehauftritte im WDR und in den 1990er Jahren ca. zwei Jahre lang jeden zweiten Montag eine Talk-Sendung im Bürgerfunk Ruhrgebiet / Mitte]

 
„Interkulturelle Kompetenz“

Meine Arbeit als niedergelassener Arzt hatte nicht nur eine medizinische, sondern auch eine psychosoziale und sozialpolitische Dimension. In hohem Maße konnte ich in 30 Jahren das
erwerben, was man heute „interkulturelle Kompetenz“ nennt. Habe ich doch erlebt, wie ein klassisches Arbeiterviertel des Ruhrgebiets sich Schritt für Schritt in ein Migrationsviertel mit
hohem Türkenanteil gewandelt hat. So kenne ich zahlreiche Probleme, die durch Zuwanderung entstehen, nicht vom Hörensagen, sondern von innen und von der vordersten Front her, sowohl aus deutscher wie auch aus türkischer Sicht.

Dr. Wolfgang Gedeon
Dr. Wolfgang Gedeon

Politik

1968 nahm ich an Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg und die sog. Notstandsgesetze teil. Der SDS interessierte mich nicht, die hektische Agitation dieser Leute stieß mich eher ab. Adorno, den ich damals noch persönlich vortragen hörte, empfand ich als großen verbalen Schaumschläger. Was mich interessierte, waren dann die sogenannten K-Gruppen. Die intellektuelle Brillanz der Schriften von Marx und Engels, aber auch von Lenin, Stalin und Mao hat mich damals fasziniert, und auch die, aus meiner heutigen Sicht natürlich trügerische Vorstellung, in absehbarer Zeit grundsätzliche und endgültige Lösungen erreichen zu können.

Erst nach Maos Tod 1976 wurde mir allmählich klar, dass nicht nur die Amerikaner in Indochina und die Sowjets in Budapest und Prag, sondern auch die chinesischen Kommunisten gewaltige Verbrechen begangen haben und insbesondere Maos Kulturrevolution als eines der schlimmsten Massenverbrechen des 20. Jahrhunderts gesehen werden muss. Nach und nach löste ich mich aus der Umklammerung kommunistischer Politik und widmete mich nur noch der Medizin. Erst als nach 1989 die Politik unter Helmut Kohl immer schlimmer wurde (Maastricht-Vertrag, Euro-Beschluss, usw.) und die Grünen offensichtlich zu einer neuen kommunistischen Gefahr heranwuchsen, suchte ich wieder ein politisches Betätigungsfeld (und fand 2012, als ich mein letztes Buch veröffentlichte, auch keine passende Partei). Ich zog mich also in die Theorie zurück und forschte nach den geistigen Wurzeln, die der in Politik und Gesellschaft sich manifestierenden „Umwertung aller Werte“ zugrunde liegt.

Im April 2013 trat ich der Alternative für Deutschland (AfD) bei und half von Anfang an mit die neue Partei in meiner Region aufzubauen.

Bei der Landtagswahl am 13. März 2016 wurde ich dann in den baden-württembergischen Landtag gewählt.

 
Religion

Ich wurde in einem katholischen Umfeld groß. In meiner Studentenzeit entfernte ich mich immer mehr von der Religion und trat, da schon praktizierender Kommunist, aus der Kirche aus. Meine Rückkehr zur Religion vollzog sich nicht plötzlich, sondern in kleinen Schritten. In den 1980er Jahren kam die sog. esoterische Bewegung auf. Es gab viel Schrott, aber auch viel Interessantes, mit dem man sich beschäftigen konnte. Dabei hat mir die Auseinandersetzung mit dem esoterischen Gedankengut, das den indischen Religionen sehr verwandt ist, geholfen, das Wesen der christlichen Religion tiefer und präziser zu verstehen. Ähnlich ist es mir in religiösen Diskussionen ergangen, die ich zeitweise mit einigen meiner muslimischen Patienten geführt habe.

Obwohl ich unsere Kirchen religiös und politisch hoch schätze, bin ich in keiner Mitglied, sondern gehe hier einen sehr individuellen Weg. Wenn ich mich konfessionell einordnen soll,
würde ich sagen: dogmatisch ein Katholik der alten (vorkonziliaren) Schule, ekklesiologisch eher ein Protestant, und liturgisch liberal und pluralistisch.

 
Schriftstellerische Tätigkeit

Während meiner medizinischen Laufbahn veröffentlichte ich eine Vielzahl von Artikeln in Magazinen und mehrere Bücher.

Mit 59 Jahren habe ich meine ärztliche Tätigkeit aufgegeben, um mich gänzlich der politisch-philosophischen Schriftstellerei widmen zu können. Zwischen 2001 und 2008 verfasste ich
eine umfangreiche Trilogie mit dem Titel Christlich-europäische Leitkultur.

Christlich-europäische Leitkultur (Band 1) von Dr. Wolfgang Gedeon Christlich-europäische Leitkultur (Band 2) von Dr. Wolfgang Gedeon Christlich-europäische Leitkultur (Band 3) von Dr. Wolfgang Gedeon

Dabei ist der Kern meiner Botschaft die Überwindung des philosophischen wie auch des politischen Laizismus. Weder in der Philosophie noch in der Politik kann man Religion außen vor halten! Christliche Philosophie, wenn sie richtig verstanden und in die humanistisch-evolutionäre Diktion unserer Zeit übersetzt wird, ist nicht nur völlig kompatibel mit den Ergebnissen der modernen Naturwissenschaft, sondern den philosophischen Schlussfolgerungen, die diverse Naturwissenschaftler aus ihren Ergebnissen ziehen, weit überlegen.

Das Pendel schlägt in die eine Richtung genauso weit aus wie in die andere, so der Philosoph Heraklit im 6. vorchristlichen Jahrhundert. Ein Extremismus gebiert also einen gleich großen Gegenextremismus. In diesem Sinn ist der heutige Zeitgeist das Gegenextrem zum Nationalsozialismus: der grüne Kommunismus ein invertierter Nationalsozialismus, ein Nationalsozialismus mit umgekehrtem Vorzeichen.

Meine Generation ist in einer Zeit aufgewachsen, in der sich das Pendel gerade durch die Mitte bewegte; in der der Nationalsozialismus bereits unter-, der Ungeist des grünen Kommunismus noch nicht aufgegangen war. Der Wahn des Rassismus und Antisemitismus lag im Staub der Kriegstrümmer, der Wahn von Gender, Abtreibungsexzessen und Schwulenkult war noch nicht geboren. Die geistige Luft war, wie nach einem Gewitter, klar und rein. Auch die Maßstäbe der Erziehung waren, bei allen Schwächen in der Praxis, von hoher geistig-moralischer Konsistenz und weitab von den Exzessen des Extremismus. Es ist ein Glück, in solchen Zeiten aufgewachsen zu sein, aber auch eine besondere Verpflichtung gegenüber den Nachkommenden. Die Maßstäbe dieser Zeit, die ich [in meinen Büchern] weitergebe und die nichts anderes sind als die Quintessenz einer 2000jährigen christlich-europäischen Kultur, können jungen Menschen besser helfen, sich in den zu erwartenden schweren Zeiten zu orientieren, als der „politisch-korrekte“ Schrott, den die grünen Ideologen ihnen anbieten.