Kommentar zu Herrn Löffler im Südkurier

Zum Leitartikel von Herrn Löffler im heutigen Südkurier:

Herr Löffler spricht von mir als vom „pensionierten Arzt in Singen“, der „im Internet Verschwörungstheorien verbreitet und die Bundesrepublik lieber im Bündnis mit Putin sähe“. Ja. ja: „Verschwörungstheorien „! Wenn einem gar nichts mehr einfällt, kommt man mit solchen Kalauern daher. Ich weiß nicht, ob Herr Löffler meine geopolitischen Analysen überhaupt gelesen hat; verstanden hat er sie auf jeden Fall nicht. Sonst würde er nachvollziehen können, warum man sich in Deutschland allmählich grundsätzlichere Gedanken zu den bisherigen Bündniskonstellationen machen sollte, anstatt geopolitisch weiterhin den USA hinterherzulaufen und so voll ins globale Desaster mit hineingezogen zu werden. Aber natürlich ist es einfacher, billige Schlagwörter wie „Verschwörungstheorie“ in die Welt zu blasen als inhaltlich zu argumentieren!

 

Auch FAZ differenziert nicht mehr

Auch die FAZ ist nicht mehr das, was sie einmal war. Vor ein paar Tagen wird mir da unterstellt, ich hätte geäußert, unsere Politik sei von DDR-Kadern „gekapert“. In der Tat bewegt sich die Politik der Berliner Parteien auf die Errichtung einer neuen Groß-DDR hin, wobei man aufgrund der europäischen Dimension des Phänomens von einem „Euro-Kommunismus“ sprechen könnte, der 1989 sein Zentralkomitee von Moskau nach Brüssel verlegt hat. Dabei gibt es diverse politische Kader, allen voran Frau Merkel, die in der DDR politisch sozialisiert wurden. Bis zum Mauerfall war die Dame aus der Uckermark stramme SED-FDJ-Kommunistin, und dies nicht im Sinne von Gorbatschow, sondern von Honecker und Mielke; und schon 4 Jahre später dann CDU-Ministerin unter Kohl! Ein Turbo-Gesinnungswandel? Nein. Merkel ist sich und ihren kommunistischen Idealen im Innersten treu geblieben! Mit ihrer Euro-Rettungs- und ihrer Asyl-Flüchtlingspolitik setzt sie in großem Umfang ihre politischen Jugendvisionen um: die Vernichtung des „Klassenfeinds BRD“.

Der mir fälschlich unterstellte Begriff „kapern“ ist allerdings missverständlich: Es sind nicht primär Ex-DDRler, die unsere katastrophale Politik steuern. Wenn die Merkel weg ist, gibt es genügend Wessis, die eine ähnliche Politik weiter betreiben können. Es geht also nicht um Personen und deren Biographien, sondern um die neokommunistische Denke, die sich inzwischen genügend Gewächse aus dem Westen zu Eigen gemacht haben und verbreiten. Wie man sieht, kann man auch von der FAZ heute keinen differenzierten Journalismus mehr erwarten.

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